Hallo,
ich möchte mich zunächst für Ihre gut gestaltete und gleichermaßen informative Seite bedanken. Ich habe Ihren Beitrag zu "Borderline und Sexualität" gelesen, und viel daraus erfahren. Ich lebe seit knapp 7 Jahren mit einer Frau zusammen. Ständig gibt es Streit. Es sind immer nur Nichtigkeiten. Aber selbst wenn ich wollte, könnnte ich diese nicht abstellen, weil ich ständig widersprüchliche Wünsche höre: So spielt sie spielt mir zum Beispiel gutgelaunt ein Lied vor, und fragt mich wie es mir gefällt. Nach 20 Sekunden, frage ich sie interessiert, wer denn wohl der Sänger sei. Und sie wird unvermittelt wütend: "Kannst Du Dir das Lied nicht einfach anhören, warum mußt Du dazwischen fragen!?" etc.. so daß ich nichts mehr zu sagen weiß, denn, hätte ich nur 10 Sekunden länger mit einer Antwort gewartet, hätte ich mir erfahrungsgemäß den Vorwurf gefallen lassen müssen: "Warum gibst Du keine Antwort, interessiert Dich nicht, was mich beschäftigt." In einer Auseinandersetzung in der sie sehr verletzend wurde habe ich sie gefragt ob sie eine Borderline-Störung habe und sie schrie ein fast schon verzweifelt klingendes "Ja!" heraus. Ich habe das später um eines kurzen Friedens willen nicht mehr angesprochen; auch früher ist es mir nie gelungen, eine unserer Auseinandersetzungen, in aller Ruhe nocheinmal anzusprechen ... Vor ein paar Wochen hat sie unvermittelt Schluß gemacht, ... Sie sagte, es sei langweilig mit mir geworden. Wahrscheinlich hätte ich sie nicht immer wie ein rohes Ei behandeln sollen? ... Das frage ich mich und jeden, der hier liest und glaubt, mir etwas sagen zu können. Mit jedem Schritt, den ich auch jetzt auf sie zugehe weicht sie nämlich zwei Schritt zurück, so dass die Angst, sie ganz zu verlieren, immer größer wird. |